Russland


Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Russland waren seit jeher in weiten Bereichen von großer Bedeutung für beide Seiten. Vielfach geht es heutzutage um bereits seit längerer Zeit bestehende Geschäftsbeziehungen. Umso schwieriger ist das Knüpfen neuer Kontakte, obgleich auf beiden Seiten erhebliches Interesse besteht. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, die unter anderem in nicht unerheblichem Maße von gegenseitigen Vorurteilen behaftet ist, kommen wir mit unserem jeweils auch lokalen Netzwerk von Experten und Geschäftskontakten entgegen.

Wir führen beide Seiten zum Verhandlungstisch. Die Verhandlungen mögen unterschiedliche Ziele zum Gegenstand haben. Größtenteils handelt es sich hierbei um handelsgewerbliche Verträge, Großhandel, Joint-Ventures. Nicht zuletzt jedoch stehen Sachen des IT-Outsourcings im Vordergrund.

Sollte Beratungsbedarf in der unternehmensspezifischen oder juristischen Abwicklung der Geschäfte bestehen, können wir Ihnen jederzeit hochqualifizierte Experten zur Seite stellen – Unternehmensberater, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, darunter auch große internationale Beratungsgesellschaften und Kanzleien.

Die von uns vermittelten und/oder betreuten Geschäftskontakte haben sich auch in der so genannten Weltwirtschaftskrise als bewährt erwiesen. Zum einen liegt es an der professionellen Organisation und Planung, die etwaige Eventualitäten bestrebt sind zu berücksichtigen. Zum anderen liegt es auch an der Spezifik der deutschen und der russischen Wirtschaft. Die in der Krise weniger stabilen Bereiche deutscher Wirtschaft haben sich in Russland größtenteils als stabil erwiesen, und umgekehrt. Als Beispiel lässt sich der Immobiliensektor anführen – während die Entwicklung in Russland rezessiv wurde, blieben die Preise in Deutschland stabil, obgleich die Nachfrage nach Gewerbeobjekten regionalabhängig zurückging oder stagnierte. Dass diese Entwicklung in Russland nur kurzfristig andauert soll außer Betracht bleiben. Anderes Beispiel ist der Energie- und Transportsektor, in dem große staatliche Aufträge im Rahmen der Public Private Partnership (Öffentlich-private Partnerschaft) weiterhin vergeben werden.

Gerade bei solchen Partnerschaften (PPP) besteht für viele deutsche Unternehmen großes Einstiegs- und Beteiligungsinteresse. Grund dafür ist insbesondere der von Russland verfolgte Weg der intensivierten Regionalentwicklung. Selbst während der Krise wurden Projekte im öffentlichen Sektor entwickelt, ausgeschrieben und realisiert.

Im Bereich der Joint-Ventures deutscher mit russischen Unternehmen zur Verfolgung gemeinsamer Ziele, sei es im Einzelhandel, sei es im Industriesektor, zeigt sich die Tendenz stabil steigend. Zu Beginn der Rezession in Russland sank die ausländische Nachfrage nach solchen Projekten jedoch nur kurzfristig. Inzwischen hat sie sich nicht lediglich erholt, sondern überstieg den Umfang vor der Krise.
Die gleiche Entwicklung wird auch im Immobiliensektor einsetzen, sobald sich die Zusammenhänge der Finanzierung der Immobilienwirtschaft geklärt haben. Von der Krise erschüttert, muss eine stabile Lage erreicht werden. Deshalb raten wir unseren Kunden derzeit davon ab, sofort im Immobiliensektor Russlands zu investieren. Unsere Empfehlung geht jedoch meist dahin, dass in diesem Augenblick die ersten Kontakte aufgenommen und die gesamte Organisation und Realisierung des Investitionsvorhabens geplant werden sollten, was wir je nach Einzelfall entweder selbst übernehmen oder den Auftrag an große internationale Beratungsgesellschaften weitergeben.
Vielfach ist nichtsdestotrotz, zugleich aber gerade deshalb, ist der Einstieg in bestimmten anderen Wirtschaftssektoren Russlands besonders interessant und lukrativ. Durch die – nur vorläufige – Nachfragerückgang haben sich Bereiche herausgebildet, in denen eine Investition deutlich günstiger geworden ist. Legt man die prognostizierten Werte nach dem Ende der Rezession in diesen Sektoren, so ist mit einer deutlich größeren Rendite zu rechnen.

Für Joint-Ventures hat sich auch die gesetzliche Lage in Russland gerade im Januar 2009 verbessert. Ab dem 1. April 2009 tritt die Novelle zum russischen GmbH-Gesetz in Kraft. In ihr sind vor allem Änderungen im Innenverhältnis der GmbH berücksichtigt. Nunmehr besteht von Gesetzes wegen kein obligatorisches Austrittsverbot eines Gesellschafters aus der GmbH. Vordergrundig ist überdies das neu eingeführte Erfordernis der notariellen Beurkundung der Übertragung von Geschäftsanteilen. Das sichert für ausländische Investoren ihr Investitionsvorhaben. Eine Vielzahl aktueller Entscheidungen des Russischen Obersten Wirtschaftsgerichtes (VAS RF) bestärken die Rechte solcher Investoren.

Zudem sind arbeitsrechtliche Gesetze deutlich flexibler ausgestaltet als in Deutschland.

Lassen Sie sich davon nicht abhalten, ein Investitionsvorhaben in Russland zu fassen. Es trifft zu, dass eine Vielzahl der DAX-Unternehmen (blue chips) in Russland große und sehr weitreichende Beteiligungen und Projekte durchführen. Diese Behauptung alleine betrachtet ließe den Schluss zu, dass alle kleineren Unternehmen es sich nicht leisten könnten, in Russland zu investieren. Doch wird fast immer übersehen, dass es bereits sehr unterschiedliche Joint-Ventures und andere Investitionsprojekte, auch alleine im Immobiliensektor vonseiten kleinerer deutscher Betriebe gibt. Ob sie auf eine Erweitetrung des Absatzmarktes oder auf die Erschließung neuer Produktionsquellen, Outsourcing in welchem Unternehmensbereich auch immer oder eine Absicherung durch Diversifikation bezwecken, soll außer Frage stehen. Feststeht aber, dass diese Vorhaben meistens sehr gewinnträchtig sind.

Das ist der Vorteil, in sich entwickelnde, dynamische Wirtschaften zu investieren.

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